Praxgirl: Praxeologie Episode 6 – Zweck und Mittel

On 15. Dezember 2011, in Ökonomie, Videos, by FreiwilligFrei

Hallo Leute, hier ist Praxgirl

In der letzten Lektion zeigte ich die Gründe, weshalb es nicht nur unnötig, sondern rein zweckwidrig ist, sich auf die Rationalität menschlicher Handlung zu beziehen. Ich zeigte auch, dass die Praxeologie darauf verzichtet, die vollendeten Ziele der handelnden Menschen zu analysieren, und somit wertfrei ist.

In dieser Lektion beginnen wir, die logischen Folgen menschlichen Handelns zu erklären und zu kategorisieren. Menschliche Handlung ist zielbewusstes Verhalten. Zielbewusste Handlung des Menschen ist bewusstes Streben nach Zielen (Zwecken) durch Mittel. In früheren Lektionen wurde oft über Zwecke und Mittel gesprochen, doch was meint die Praxeologie mit diesen Begriffen?

Ziele, Zwecke

Wenn ein Mensch handelt, kann das gewünschte Ergebnis, Zweck oder Ziel genannt werden. Man handelt immer, um Unbehagen zu eliminieren, und der Zweck ist der angestrebte Zustand ohne jenes Unbehagen.

MITTEL

Um ein Ziel zu erreichen, muss der Mensch ein Mittel einsetzen. Eine Sache wird ein Mittel sobald die menschliche Vernunft plant, diese zur Erreichung eines Ziels einzusetzen und die menschliche Handlung diese wirklich für diesen Zweck einsetzt.

Es ist wichtig zu beachten, dass ohne den Menschen weder Zweck noch Mittel im physischen Universum existieren.

Im Universum gibt es keine Mittel, sondern Dinge, denen der Mensch einen Sinn gibt. Wenn die Praxeologie von Zwecken und Mittel spricht, bezieht sie sich auf die bewusste Bedeutung, dass der Mensch der Umgebung, in der er lebt zuspricht. Wenn er ein Ziel hat, das er erreichen möchte, weil er Unbehagen empfindet. Doch das ist nicht etwas, das man bei anderen Menschen erfahrungsgemäß beobachten kann

Ein Ziel beginnt als eine Idee und wird erst zu einem richtigen Ziel, wenn man handelt, um es zu erreichen.

Ebenso, müssen Dinge erst im menschlichen Geist als nützlich identifiziert werden. Einer Sache muss eine Bedeutung zugesprochen werden, die zur Zielerreichung hilfreich sein kann. Diese Dinge werden Mittel sobald ein handelnder Mensch diese bezweckt bzw. benutzt, ein Ziel zu erreichen).

Wie wir sehen können ist Parxeologie nicht eine Wissenschaft die nur die äußere Welt erforscht, sondern das menschliche Verhalten hinsichtlich der äußeren Welt.

Praxeologie nimmt den subjektiven Sinn, den der Mensch den Dingen gibt, und untersucht diese, um eine Wissenschaft aufzubauen, welche Wissen und Information von den logischen Gesetzen der Handlung ableiten kann. Sie sagt nicht, wie der Mensch handeln soll, sondern was passiert, wenn der Mensch handelt.

Ein Beispiel: In einer späteren Lektion werden wir die Geldversorgung behandeln. Praxeologie folgert, dass die künstliche Inflation der Geldmenge logischerweise zur Fehlleitung der wirtschaftlichen Ressourcen hinführt. Doch wenn der Mensch diese Folgerung nicht begreifen wird, dann untersucht die Praxeologie die Kosten der momentanen menschlichen Handlungen, nicht wie sie handeln würden, wenn sie anders sein würden wie sie wirklich sind.

Praxeologie ist nicht eine Wissenschaft über Dinge und konkrete materielle Objekte.
Praxeologie ist eine Wissenschaft über Menschen, deren Bedeutung und deren Handlungen.

Bis zur nächsten Lektion.

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