Wer kennt es nicht von euch? Selbstverständlich geht es in diesem Artikel nicht um meine persönlichen Missgeschicke, aber ich dachte mir mal, ich verpack das heute alles etwas anders.

Wieso schaut man nun auf die Uhr und vergisst nach der Zeit zu sehen? Ich sehe das so: Man will wissen wie spät es ist, dann blickt man auf die Uhr, ganz selbstverständlich. Doch jetzt geschieht etwas, genau in diesem Moment wird man schon wieder von etwas anderem abgelenkt und es ist passiert, der Blick ist längst wieder wo anders, die Uhr längst wieder unter dem Hemd verschwunden und man hat keinen blassen Schimmer wie spät es denn nun ist.

Dies sehe ich 1 zu 1 so in unserer heutigen Gesellschaft wieder. Man muss nur mal die Zeitung aufschlagen, den TV anmachen, man muss ja noch nicht einmal auf die sogenannten alternativen Medien zurück greifen. Dies war vor 2 Jahren noch alles ganz anders. Heute wird ja alles sogar in den Nachrichten erzählt, nur eben etwas versteckt und vielleicht nicht als Hauptmeldung. Aber was machen die meisten Menschen, sie sehen hin, aber sehen nicht wie spät es ist.

Was passiert im Moment so alles? Die Welt ist am kochen, es brodelt schon an so vielen Ecken. Die Griechen sind zahlungsunfähig und verweigern ein Referendum, denn die wissen genau dass das Volk längst die Schnauze voll hat. Italien hat seine Souveränität auch aufgegeben, der IWF hat nun das sagen, glaubt mir da stinkt einiges gewaltig. Es gibt keine Lösung, keinen Rettungschirm, so etwas kann es nicht geben. Schulden werden nicht weniger durch Schulden, was ist daran nicht zu verstehen? Und solang die Zentralbanken und das Geldmonopol nicht abgeschafft sind wird sich da auch nichts ändern. Aber es scheint wirklich noch Menschen zu geben, die glauben, dass unsere Frau Merkel da schon eine Idee haben wird, die bekommt das hin, ganz sicher…

Es würde ja schon so viel helfen, wenn man mal die Zahlen um die es geht wirklich verstehen würde, auch hier wird nur drauf geblickt, aber der Verstand bleibt aus oder ist eben abgelenkt. Man muss nur mal sehen wie hoch die Verschuldung in Europa bei den einzelnen Staaten ist, und wie viel diese dann im Jahr an Bruttoinlandsprodukt erwirtschaften, innerhalb von 10 Minuten hat man alle wichtigen Daten recherchiert, nur wer macht sich die Mühe? Falls Ihr das längst getan habt solltet ihr schnell 3 Dinge festgestellt haben.

1. Griechenland ist so bedeutend für die europäische Wirtschaft wie Hessen.
2. Wir haben längst die Arbeitskraft unserer Kinder verschenkt
3. Ein Griechenland hätte man vielleicht noch retten könne, ein Italien oder Spanien auf gar keinen Fall.

Insofern steht für mich fest, und das ist mir schon seit einiger Zeit relativ bewusst, der Euro kann nur zusammen brechen, es gibt keine andere Wahl. Nachdem sogar ich das erkennen kann und alles andere als ein Ökonom bin, dann sollte man doch davon ausgehen, dass dieses Wissen auch anderen bekannt ist. Ich gehe sogar einen Schritt weiter und behaupte, es ist gewollt und geplant. Denn nur so kann das „Zentralbank-Geld aus dem Nichts“ tun was seine Aufgabe ist. Verteilung von arm zu reich und Enteignung der Bürger plus Vernichtung des Mittelstandes.

Ich verlange ja noch nicht mal, dass die breite Masse diese Zusammen hänge sofort versteht, aber wenigstens erkennen, dass es viel zu spät für eine Rettung des Euros ist, ja das sollte man schon. Wo wir wieder bei meinem auf die Uhr sehen Beispiel sind.

Ich bin einerseits wirklich froh über das Interesse, denn es wird ja wenigstens schon mal hingesehen, dies war früher nicht so verbreitet, nur sehen wie spät es eben ist wollen viele noch nicht so ganz, was natürlich auch am Grad der konsumierten Verdummung liegt.

Wenn ich so zurückblicke wird mir einfach klar, dass es Zusammenhänge gibt, nichts geschieht einfach so in der Politik, da ist nichts spontan so wie es im Markt der Fall ist. Gewissen Menschen war einfach klar was auf uns zukommt, man muss nur mal sehen was im Vertrag von Lissabon so alles steht, die Globalisten wussten genau es würde zu Aufständen kommen, vielleicht auch deshalb, weil sie bei der Entstehung mitgespielt haben?

Die Demos am 15.10. und die ganze occupy Bewegung sind nur der Anfang, wie wir dazu stehen hier noch mal kurz zusammen gefasst:

Wir haben natürlich große Sympathie mit allen Menschen die merken wie es um uns steht und bereit sind etwas zu unternehmen.
Wir distanzieren uns jedoch auf Grund der Initiatoren und der falsch gesteckten Ziele.

Die Zentralbanken und das Gewaltmonopol des Staates interessiert leider oft keinen, nein es wird noch schlimmer, alle schreien nach einem noch stärkeren Staat.

Auch hier gibt es einen direkten Zusammenhang den viele nicht begreifen.

Mehr Staat = weniger Freiheit für jeden einzelnen von uns

Starker Staat = Schwache Individuen

Insofern wird es Zeit, dass wir gemeinsam von den Nebenschauplätzen auf den center court wechseln, das Böse erkennen und benennen. Die „gun in the room“, der Kopf der Krake oder was auch immer, schaut genau hin wer eigentlich welche Schritte unternimmt und dann überlegt immer wem das Ganze nützlich sein könnte. Steht auf, aber steht für die richtige Sache auf, sonst verpufft das Ganze und wird so sinnvoll wie ein Blick auf die Uhr, ohne zu wissen wie spät es ist.

Bis bald, euer Manuel

PS: An dieser Stelle mal vielen Dank an die tollen Menschen die unsere Seite lesen und helfen die Inhalte zu verbreiten. Auch eure Kommentare machen uns viel Mut und motivieren uns sehr, auch wenn ich hier nicht so viel schreibe, ich lese jedes davon unterwegs auf meinem Handy!

Diesen Podcast als MP3 downloaden: {filelink=4}

 

 

14 Responses to Auf die Uhr sehen und nicht wissen wie spät es ist

  1. Denny Reeh sagt:

    Sehr gelungener Beitrag.

  2. Uta sagt:

    Danke für die klaren Worte und das wirklich treffende Bild, Manuel.
    Habe deinen Beitrag heute bei Terraherz gehört und so zu dieser Seite gefunden.
    Ich habe volles Vertrauen darin, dass die Richtigen jetzt das Richtige tun.
    – Sei ehrlich zu dir sebst und stehe zu deiner Wahrheit –
    Das ist so mein Leitfaden in dieser Zeit um zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein (und mit den richtigen Leuten zusammen). Das Bauchgefühl spielt da eine große Rolle.
    Mit dem Herzen denken und dem Kopf fühlen.

    Ich grüße alle Leser und Leserinnen mit der „alten Volksweise“
    😉 Kleine Taschenlampe brenn schreib ich lieb dich in den Himmel…
    Uta

    • FwF-Manuel sagt:

      Hallo Uta,

      vielen Dank für dein Kommentar, ih sehe das genauso, ich entscheide fast alles aus dem Bauch und ich muss sagen, es sind die besseren Entscheidungen. Alles Gute und viel Spass bei unseren Artikeln und Beiträgen.

      lg Manuel

  3. FLuX sagt:

    Hallo zusammen,

    ich bin einer euren neuen Leser und möchte hier einmal meinen Dank aussprechen.
    Echt tolle Arbeit, macht weiter so.

    Der Bericht ist sehr gelungen und verständlich.

    Verfolge diese „Themen“ nun seit etwa 3 Jahren und hab das Gefühl, dass Bewegung in die Sache kommt.

    mfg.

  4. Marc sagt:

    „Mehr Staat = weniger Freiheit für jeden einzelnen von uns“ Das kann doch schonmal garnicht stimmen. Was ist eine parlamentarische Demokratie? Wir sind der Staat! Wie kann uns da ein Mehr Staat weniger Freiheiten bringen? Und ganz nebenbei sollte man sich auch noch fragen was denn genau mehr Staat bedeuten soll, das weiß ich nämlich nicht so wirklich. Vovon mehr in diesem Staat, unser Staat besteht aus vielen Machtinstrumenten welche sich alle auf die Füße treten und sich gegenseitig kontrollieren. Es kann niemals mehr von irgenwas geben, das kontrollierert unsere Verfassung.

    Griechenland braucht niemand in der EU aber die EU und Deutschland braucht den Euro! Wenn der Euro in Griechenland versagt, bröckelt die Glaubwürdigkeit unserer imaginären Finanzpolitik. Wenn Griechenland die EU verlässt, schwindet auch ein Teil der Macht der EU und das macht uns weniger Wettbewerbsfähig. Wir brauchen die EU und den Euro aber das verstehen die Leute scheinbar nicht. Und wie es sowieso immer ist, macht die Politik alles Falsch denn man könnte es ja noch ein bißchen besser machen…

    Im übrigen haben die Leute überhaupt keinen Plan davon, was wir Deutschen an der Kriese verdienen. Hier braucht sich wohl absolut keiner über Kredite mit 0,08 Prozent Zinsen beschwehren. Unser Anteil am Rettungsschirm ist nichts im Gegenzug zu unserem Gewinn welchen wir durch die Kriese machen und mit einer starken EU machen werden. Wir leben von dem Export, wenn die anderen Fallen, tun wir das auch!

    MfG

    • FwF-Manuel sagt:

      Hi Marc,

      auf viele der von dir angesprochenen Punkte gehen hier hier auf der Seite ausführlich ein, eine Aussage möchte ich aber direkt aufgreifen. Du sagst: „Was ist eine parlamentarische Demokratie? Wir sind der Staat! “

      Ich möchte dir sagen was Demokratie wirklich ist:

      Eine kleine Gruppe lässt sich durch die Mehrheit der Menschen zum Herrscher ernennen und hat somit das Recht gewalt gegen alle im Land auszuüben. Auch über die Minderheit der Menschen die gegen diese kleine Gruppe sind. Diese kleine Gruppe, nennen wir sie mal Regierung macht nichts von dem was sie mal vor den Wahlen meistens versprochen hat. Sie verschuldet und, macht uns krank und hält uns dumm. Aber was sehe ich, sie wird immer und immer wieder verteidigt. Würde dich ein echter Freund so oft anlügen, ja dann würde jeder längst den Kontakt abbrechen, eine Regierung ist da anders, die darf das das nimmt keiner übel.

      Im Moment sind wir davon aber auch sehr weit entfernt, 80% aller Entscheidungen werden in der EU gefällt, diese „Volksvertreter“ Brüssel können wir weder wählen noch abwählen, das ist eher eine Diktatur würde ich behaupten.

      Aber wie dem auch sei, ich unterschreib sogar den Satz: Demokratie, nein Danke!

      lg Manuel

      • Nici sagt:

        Liebe Manuel

        Ich muss Marc unterstützen. Es ist eine Illusion zu glauben, dass in der Welt (insbesondere einer so weitläufig vernetzten Welt in der wir heute leben) alle Entscheidungen, welche unser Leben direkt betreffen auch von uns selbst gefällt werden können.

        Allerdings kommt die Demokratie (auch wenn sie repräsentativ ist und nicht direkt) dem am nächsten – wir haben immer noch mehr Einfluss auf die Politik als wir auf die Privatwirtschaft haben.

        Wer soll die Entscheidungen treffen? Gewählte Politiker und Institutionen, oder CEOs von Firmen und Banken? Es ist gefährlich die Augen davor zu verschliessen, dass IMMER Entscheidungen ausserhalb unseres Einflussbereichs getroffen werden, welche unser Leben massiv beeinflussen.

        Wir sollten dafür kämpfen, dass unsere demokratisch gewählten Vertreter und Vertreterinnen (der Staat) wieder mehr Macht erhalten um gegen die Einzelinteressen von Lobbys antreten zu können.

        lg

        • DerZonk sagt:

          Bist du dazu bereit, jemand anderen, notfalls mit Gewalt, von deiner Meinung zu überzeugen?
          Bis du bereit, jemanden einzusperren und sogar zu töten, wenn er anderer Meinung ist und bei deinem „mehr Staat“ nicht mitmachen will?
          Bist du bereit, einen Dritten zu beauftragen, der einsperrt und tötet, wenn Menschen lieber keinen Staat als mehr Staat haben wollen?

          • Nici sagt:

            Hallo DerZonk
            Irgendwie überforderst Du mich mit Deinen Fragen. Dein Referenzrahmen befindet sich ausserhalb meines Erfahrungsbereichs. Ich bin gegen jede Form von Gewalt. Das beinhaltet auch schlecht sichtbare Formen von Gewalt, wie zB Ausbeutung aufgrund ungleicher Machtverhältnisse, oder die Verarmung grosser Teile einer Nation weil sich eine kleine Gruppe ohne Regulation bereichert. Die Augen davor zu verschliessen, dass diese Formen von Machtausübung existieren, scheint mir gefährlich. Offene Gewalt löst nie ein Problem, sondern ist in aller erster Linie Propaganda. (Sorry, das ist natürlich für die direkt Betroffenen eine sehr zynische Aussage)

            Nach meinem Verständnis von politischen Systemen ist Repression wie Du sie schilderst aber nicht Ausdruck eines selbstbewussten demokratischen Systems. Der ganze Witz an der Demokratie ist ja eben, Pluralitäten in Entscheidungsprozesse miteinzubeziehen. Selbstverständlich lebe auch ich nicht hinter dem Mond und weiss, dass es auch in demokratisch organisierten Gesellschaften zu diktatorischen, totalitären oder faschistischen Aktionen und Reaktionen kommen kann. Deswegen hat das System Demokratie an und für sich noch nicht versagt.

            LG!

          • DerZonk sagt:

            „Ich bin gegen jede Form von Gewalt.“

            Dann solltest du auch gegen die Herrschaftsstruktur von Demokratie sein, denn sie ist Gewalt. Gewalt von einer Minderheit, im Namen der Mehrheit. Wenn deine/unsere demokratisch gewählte Regierung in den Krieg zieht, darfst du zwar sagen, dass du dagegen bist aber du darfst ihr nicht deine Unterstützung entziehen indem du ihr kein Geld mehr gibst. Wenn du das machst, dann wirst du schnell die Gewalt, von der ich im vorherigen Post gesprochen habe, zu spüren bekommen.

            „Das beinhaltet auch schlecht sichtbare Formen von Gewalt, wie zB Ausbeutung aufgrund ungleicher Machtverhältnisse, oder die Verarmung grosser Teile einer Nation weil sich eine kleine Gruppe ohne Regulation bereichert.“

            Ich bin auch gegen jede Form von Gewalt. Du willst aber anscheinend die eine Form von Gewalt gegen eine andere tauschen. Das löst das Problem nicht.

            „Der ganze Witz an der Demokratie ist ja eben, Pluralitäten in Entscheidungsprozesse miteinzubeziehen.“

            Das funktioniert erstmal nur in der Theorie. Meistens sind es die kleinen, mächtigen Minderheiten, die das Demokratische System dominieren. Diese starken Minderheiten mögen zwar schwächer sein als die große Mehrheit, aber sie können ihre Macht fokussieren und einsetzten, die Mehrheit kann das nicht. Aus diesem Grund sind Lobbyisten so einflussreich. Das Stärken der Macht der Politiker wird nur die Macht der Lobbyisten stärken, weil diese die Politiker weitaus mehr beeinflussen, als die Mehrheit es je könnte.
            Außerdem ist eine Entscheidung der Mehrheit, wenn sie auch nur gegen eine Einzelne Person ist, wieder Gewalt. Nur weil die Mehrheit sagt, „du bist reich, du musst was abgeben um den Armen zu helfen“ ist das noch lange nicht gerecht oder fair oder auch nur tolerierbar.

            „Deswegen hat das System Demokratie an und für sich noch nicht versagt.“

            Es versagt jeden Tag. Sieh dir doch die Welt mal an in der wir leben. Früher war es der König und sein Adel der die Macht hatte und sie für seine Zwecke genutzt hat. Heute haben die Macht Konzerne und Banken, weil sie die Demokratie kaufen. Das liegt aber nicht ein einer zu schwachen Demokratie, sondern an der Demokratie an sich. Stärkst du sie, stärkst du die Macht der Konzerne und Banken. Das ist wie mit dem Ring bei Herr der Ringe, du kannst damit nichts gutes Bewirken, selbst wenn du es wolltest. Du kannst mit ihm nicht die Bösen bekämpfen, sonst wirst du selbst zum Bösen.

            Mein persönlicher Eindruck ist, dass meine Regierung mich behandelt wie ein Kleinkind. Sie traut mir ja nichtmal zu alleine eine Straße zu überqueren. Wenn da weit und breit kein Auto zu sehen ist, und eine Rotes Lämpchen leuchtet, dann darf ich nicht über die Straße gehen? Wenn ich es doch tue und erwischt werde, werd ich bestraft. Dieses triviale Beispiel zeigt mir, was die Regierung von ihren Bürgern denkt.
            Was ich denke, will oder empfinde zählt für die Regierenden nur einmal in 4 Jahren. Und für meine Zustimmung an diesem einen Tag, werden sie mich auch noch belügen und betrügen und mir das blaue vom Himmel erzählen. Aber so bald sie meine Zustimmung haben, machen sie eh was sie wollen und ich kann nichts dagegen tun. So läuft es seit 60 Jahren und so läuft es auch, wenn du ihnen mehr Macht gibst.

            LG

        • Christian Felix sagt:

          Hi Nici,

          was Du meinst, existiert zwar heute, wird aber eines Tages nur noch in Deinem Kopf existieren.
          Recht, oder wie Du sagst: „Entscheidungen“, wird/werden immer nur zwischen zwei Personen geschlossen.

          Natürlich beeinflusst Dein zukünftiger Nachbar Dein Leben, wenn er neben Deinem ein eigenes Haus baut. Hättest Du das nicht gewollt, müssten Die Nachbargrundstücke ebenfalls Dir gehören und unbebaut bleiben.
          Andernfalls kannst Du ihm schlecht verbieten dort sein Haus zu bauen.

          Wichtig ist nur, dass niemand, sei es ein Politiker, ein CEO, die Mehrheit der Straße oder der Welt, Dein Recht oder das Recht Deines Nachbarn einschränkt. So wie es heute eben ist.

          Es spielt für mich zum Beispiel überhaupt keine Rolle, wer mir vorschreibt wann ich ins Bett gehen soll. Mein Chef, mein Vater, oder die Mehrheit aller Menschen.
          Ich entscheide mich für die Zeit selbst, trage aber auch selbst die Verantwortung dafür, pünktlich zu meinen Terminen zu erscheinen.

          Natürlich meinest Du mit Deinem letzten Absatz andere Entscheidungen, die Dich betreffen…
          Aber das Beispiel mit dem Nachbarn lässt sich auf fast alle Bereiche übertragen.

          • Nici sagt:

            Hallo Christian Felix
            Ach, das wäre schön! Leider ist das in der Welt in der ich lebe (ich will nicht für Dich sprechen) einfach nicht möglich. Ich trage eben nicht die Konsequenzen meiner Handlungen. Jede Tasse Kaffee, welche ich konsumiere, beeinflusst das Leben von zig Personen und deren Familien von Kellner und Stromproduzent bis Bauern in Südamerika über den ganzen Globus verstreut.

            Das ist ein altes, bekanntes Beispiel – mit den sehr aktuellen Umständen, wie zB den schiefgegangenen Finanzspekulationen, wird sehr schnell und vielleicht direkter klar, wie unmittelbar wir von Entscheidungen betroffen sind, welche ausserhalb unseres Einflussgebietes liegen.

            Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass nur Regulation und Transparenz die spektakulär unverhältnismässig absurden Machtverhältnisse abfedern vermögen.

            Leider haben die Instiutionen, welche die Regulation durchführen sollen (nationale und internationale) die nötige Macht nicht – nicht mal die bestehenden Gesetze und Rechte können sie durchsetzen. Dort müsste man meiner Meinung nach ansetzen – das kann jetzt der Einzelne echt nicht mehr selbst mit dem Nachbar aushandeln, da brauchen wir eine Interessensvertretung.

            So lange zB eine WTO keine Macht hat, die Staaten dazu zu bringen, den Regeln, welchen sie sich mit Vertragsunterzeichnung verpflichtet haben, Genüge zu tragen, so lange werden sich private Firmen ungehindert im ganz grossen Stil neben den Regeln durch bereichern. Anderes Beispiel: die too-big-to-fail Argumentation, welche nichts anderes bedeutet, als dass die Konsequenzen eben gerade nicht von denen getragen werden müssen, welche sie verursacht haben.

            Gefällt mir, so ne Diskussion!

            Lg

  5. dada sagt:

    bin auch ein neuer leser und habe durch andreas popp von der wissensmanufaktur von euch erfahren und bin nun dabei alle artikel aufzusaugen 😉
    die wissensmanufaktur, mmnews(nicht immer alles davon), als auch eure seite, sind nun meine favoriten geworden, da sie mir aus der seele sprechen und logisch nachvollziehbar sind, bzw. die fakten nicht verzerren.
    auch unter den infokriegern gibt es viel eso-müll, religiöse fanatiker, schwarz/weiß-maler, systemlinge und braun gefärbte.
    es gibt halt viele meinungen, aber auch einfach noch zu viel unwissen auch unter den sogenannten aufgeklärten.

    mal etwas zu meiner „matrix-vergangenheit“, bevor ich hier des öfteren schreiben werde 🙂 :
    ende 2008 bin ich zufällig durch ein sternshortnewskommentar (ja ich weiß *schäm*, verdummungsmainstream pur) auf den film zeitgeist gestoßen und habe daraufhin nachrecherchiert.
    konnte das alles aber nicht so richtig „glauben“ bzw. wahrhaben. dann habe ich mir den film „fabian der goldschmied“ angeschaut und langsam begann innerlich mein bauchgefühl zu antworten an. aber letztenendes hat mich dieses video dann aufgeweckt http://www.youtube.com/watch?v=aBwoSMUFG90
    der man ist einfach spitze und ich hatte auch schön persönlich mailkontakt mit ihm, wo er mir mal ein paar fragen beantwortet hat.
    naja, danach ist für mich erst mal eine welt zusammen gebrochen. mein mainstream weltbild war zerstört. ich war ca. 3 monate lang sehr depressiv und wusste erst einmal nicht weiter.
    ich habe mich weiter belesen, um noch mehr zu verstehen, um darauf aufbauend die richtigen entscheidungen zu treffen.
    ein sehr wichtige seite zum aktiven handeln war dann http://www.krisenvorsorge.com für mich.
    was die riesterente kündigen? (was nur ein punkt der aktiven tuns war) die spinnen wohl, dachte ich im ersten moment. habs dann mal selber nachgerechnet, was gar nicht so leicht ist und deswegen auch niemand macht und war zutiefst erschrocken.
    naja habe daraufhin alle versicherungen gekündigt, lebensmittelvorräte angeschafft mit rückschlägen wie mottenplage, aber man lernt nie aus, phy. gold und silber als altersvorsorge angeschafft, kaum noch geld auf den konten, konsum noch weiter runter geschraubt.
    ich hatte gott sei dank den vorteil, dass ich schon immer in mathe recht gut war und mir deswegen nie in den sinn kam, mir einen kredit aufzuhalsen.
    trotzdem hat man immer noch das gefühl ein moderner sklave zu sein, denn gewisse grundposten müssen halt immer bezahlt werden und arbeitslos sein ist auch nicht so dolle.

    danach habe ich sehr energisch versucht mein neu gewonnenes wissen anderen aufzuzwingen, jedenfalls haben sie mir das so zu verstehen gegeben -.-
    doch mittlerweile bin ich an den punkt angekommen, wo ich es aufgegeben habe.
    erstens braucht es ein gewissen intellekt die zusammenhänge auch wirklich zu verstehen und zweitens muss man aus eigenem interesse heraus darauf kommen bzw. sich dafür interessieren und das über jahre hinweg. doch die masse der menschen sind zu sehr verblödet und abgelenkt bzw. beschäftigt. einzig meine frau konnte ich langsam für diese themen sensibilisieren, was auch nicht immer leicht war.
    doch sie steht jetzt voll hinter mir und das ist auch sehr wichtig.

    weiterhin habe ich mich dann mit ernährung und medizin und deren kapitalistisch geprägten industrie beschäftigt und der nächste schock traf mich, aber diesmal war ich schon etwas abgehärtet 😉
    habe daraufhin meine ernährung stück für stück umgestellt auf chemiefrei und weniger fleisch, keine milchprodukte mehr, mir eine umkehrosmoseanlage gekauft, amalgam aus den zähnen entfernen lassen. und bin nun nach über einem jahr befreit bzw. massive verbesserung von migräne, neurodermitis, keinen heuschnupfen mehr, kein asthma mehr, was ich seit kindesalter habe und mir kein arzt helfen konnte.

    meine lebensquallität hat sich stark gebessert, doch manchmal denkt man sich, einfach nur dumm und glücklich durchs leben zu watscheln.
    denn manchmal bereut man es auch aus der matrix aufgewacht zu sein, ähnlich wie im film 😉

    naja gut zu wissen das ich wenigstens nicht der einzige bin 🙂

    grüße
    dada

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