Moral ist nur dann etwas wert, wenn sie für alle gilt. Jeder, der etwas darüber nachdenkt, versteht das. Menschen wollen eine universelle Moral. Sie wollen sicher sein, dass es übergeordnete Regeln gibt, die allgemeingültig festlegen, was gut und was schlecht ist. Diesen Regeln sollten verständliche und durchgängig akzeptierte Wertvorstellungen zugrunde liegen, damit man weiß, dass man den nächsten Jahresurlaub gefahrlos buchen kann, ohne Angst zu haben, im Urlaubsland Opfer von Kannibalismus oder rituellen Grausamkeiten zu werden.

Wir leben in der Annahme, es gäbe eine solche universelle Moral, da nahezu überall in der zivilisierten Welt ähnliche Bedingungen herrschen. Durchgesetzt werden diese von mehr oder weniger demokratisch legitimierten Regierungen. Bei den Ländern, in denen noch andere Zustände herrschen, handelt es sich in der Regel um irgendwelche Diktaturen.

Würde sich die Demokratie auch dort durchsetzen, wären wir alle gleich lieb.

Das ist so ungefähr die Vorstellung, die der normale Mitteleuropäer von Moral hat.

Weit gefehlt. Das Problem ist, dass uns diese angeblich existierende universell gültige Moral nur vorgespielt wird. Der Staat, als ihr Hüter, ist sich ihrer Wichtigkeit bewusst und hält diese Illusion am Leben, da er von ihr profitiert.

In Wirklichkeit braucht die Welt eine universell gültige Moral, doch es gibt sie gar nicht.

Wir stellen Euch heute ein neues Video vor, dessen Übersetzung für uns ein MUSS war.

Stefan Molyneux erklärt die perfide Strategie unserer Herrscher, unseren Wunsch nach einer universell gültigen Moral für ihre eigene Legitimation auszunutzen. So geben wir ihnen die Möglichkeit, uns zu melken und uns jeden Tag wieder ins Hamsterrad zu schicken.

 

 

Dies ist die wahre Geschichte von dem, was gemeinhin als „Moral“ gilt.

Wenn Sie der einzige Dieb in der Welt wären, stellen sie sich vor, wie einfach Ihr Job sein würde! Es würde keine Schlösser, keine Sicherheits Systeme, keine Passwörter und keine Polizei geben. Sie könnten einfach Dinge stehlen und die Leute würden wahrscheinlich glauben, sie hätten sie verloren.

Wenn hingegen jeder auf der Welt ein Dieb sein würde, wären alle halb verhungert. Niemand würde mehr erschaffen, als er selbst in diesem Moment verbraucht, weil es einfach gestohlen werden würde.

Also – wenn Sie ein großer Dieb sein wollen – vielleicht sogar der größte – wäre es die beste Strategie, alle anderen davon zu überzeugen, mit dem Stehlen aufzuhören – nicht, weil Sie Diebstahl für falsch halten – Sie sind schließlich ein Dieb -, sondern weil Sie keinen Wettbewerb wollen!

Deshalb erfinden die brillantesten Diebe „Eigentumsrechte“ um Diebstahl einfacher und profitabler zu machen.

Wenn jeder ein Fälscher ist, ist Geld wertlos. – Wenn Sie ein großer Fälscher werden möchten – vielleicht sogar der größte – sollte ihr erster Schritt sein, alle anderen zu überzeugen, dass Fälschen unmoralisch, falsche, böse ist und bestraft werden muss.

Dann müssen Sie jeden überzeugen, dass Ihre eigene Fälschung moralisch, gut und tugendhaft ist und belohnt werden muss.

Das ist, was George Orwell „doppeldenk“ nannte.

Damit wir solchen Wahnsinn akzeptieren, müssen die Räder unseres Geistes zuerst durch Indoktrination gebrochen werden. In staatlichen Schulen.

Ethik, -Tugend, -Moral – wurden nicht erfunden und ausgelöst durch den Wunsch Gutes zu tun, sondern um andere zu entwaffnen und zu versklaven. Um euch zu entwaffnen und zu versklaven.

Die Vorgehensweise ist immer gleich – erfinden Sie erst einen universellen Standard des guten Verhaltens und erschaffen Sie eine unsichtbare Ausnahme für sich und ihre Freunde, indem sie es anders benennen.

„Du sollst nicht stehlen!“ – Ok, in Ordnung, Diebstahl ist falsch! Deshalb nennen die Machthaber ihren Diebstahl, Besteuerung.

„Du sollst nicht töten!“ – Ok, in Ordnung, Mord ist falsch! Deshalb nennen die Machthaber ihren Mord, Krieg

„Nicht Entführen!“ – Ok, in Ordnung, Entführung ist falsch! Deshalb nennen die Machthaber ihre Entführung, Haft.

„Gewalt ist falsch!“ – Ok, in Ordnung, Gewalt anzuwenden, um zu bekommen was man will ist falsch! Deshalb nennen die Machthaber ihre Gewalt, Erziehung und Gesetze.

Sehen Sie das Muster? Schaffen Sie eine universelle moralische Regel, und dann eine Ausnahme für sich und ihre Freunde.

Es ist sehr leicht, diese Theorie zu testen. Gehen Sie zu einem durchschnittlichen Bürger und fragen ihn, ob die Anwendung von Gewalt zur Lösung von Problemen gut ist . Er wird nein sagen. Weisen Sie darauf hin, dass der Staat die ganze Zeit Gewalt initiiert, unter dem Vorwand, Probleme zu lösen. Er wird sofort damit beginnen, den Staat zu verteidigen.

Es ist unvermeidlich. Die Menschen verteidigen moralische Regeln, und dann verteidigen sie die eklatantesten Verstöße gegen dieselben moralischen Regeln.

So werden wir kontrolliert. So werden wir verpropagandiert.

So stirbt das Geld.

So stirbt die Freiheit.

So sterben wir.

Wenn Ihnen jemand eine moralische Regel erklärt, untersuchen sie nicht zuerst die Regel, sondern die Ausnahme. Wer ist nicht an diese Regel gebunden? Wer darf das genaue Gegenteil tun? Es werden immer die Machthaber sein – deshalb existieren moralische Regeln.

Jeder Denker, der tatsächlich versucht, universelle moralische Regeln für jeden gelten zu lassen, gilt als verrückt, bizarr, lächerlich – weil der Zweck der universellen Moral die Ausnahme, die Verletzung ist.

Regierungen entwaffnen ihre Bürger, indem sie ihnen Waffen verbieten, und behalten doch selbst die monströsesten Waffen in den Händen des Staates.

Es ist das gleiche mit „Moral“.

Denken Sie nach. Öffnen Sie die Augen.

Wir können nur die Fallen vermeiden, die wir sehen.

 

8 Responses to Gut ist böse – Wenn wir das nicht verstehen, haben wir keine Chance! (Video+Text)

  1. volker sagt:

    sehr schön gesehen,fein definiert die sache

  2. nl sagt:

    In dem Beitrag wird oben das Wort Moral inflationiert.

    > Moral ist nur dann etwas wert, wenn sie für alle gilt.
    > Menschen wollen eine universelle Moral.

    Richtiger: Universelle Handlungsnormen

    > In Wirklichkeit braucht die Welt eine universell gültige Moral, doch es gibt sie gar nicht.

    Eine universell gültige Wertsetzung gibt es natürlich nicht. Aber universell gültige Handlungsnormen in einer kooperativen Ordnung gibt es sehr wohl.

    Ich schätze mal, es geht dem Menschen in erster Linie um Sicherheit. Um Sicherheit zu bekommen, benutzt er dann die moralische Wertsetzungen, an die sich alle zu halten haben. In der Kleingruppe mag das auch funktionieren, weil alle mehr oder weniger an einem Strang ziehen.
    In der Demokratie sieht das dann ganz anders aus. Aber die kruden Wunschregeln müssten dann durchgesetzt werden. Das macht natürlich niemand freiwillig, wenn er nicht die ganze Rückendeckung der Gesellschaft hat. Also muss es der Staat dafür herhalten.

    Ich glaube auch nicht, dass das zuerst mit schulischer Indoktrination zusammenhängt. Herrschaft ist auch ohne staatliche Schule entstanden und akzeptiert worden, wenngleich Schulen den Effekt verstärken.

  3. Peter sagt:

    Danke für Artikel, Video und Übersetzung!

    „Deshalb erfinden die brillantesten Diebe “Eigentumsrechte” um Diebstahl einfacher und profitabler zu machen.“

    Und das von einem (ehemaligen?) hartnäckigen Vertreter von „property rights“ wie Stefan.
    Oder meint er damit nur „Eigentumsrechte“, die er nicht befürwortet und macht für Eigentumsrechte, die er befürwortet, eine Ausnahme? Ach nee, das Eine sind ja „Eigentumsrechte“ und das Andere … tja … mmh… „private property rights“.

    Proudhon’sche Grüsse,
    Peter

    • Kawaphil sagt:

      Bei Privaten Eigentumsrechten ist es absolut logisch wem sie zuzuordnen sind, dem Besitzer oder den Besitzern (einzelne oder mehrere Personen). Mir sind als Besitzer meine Pflichten bewusst, ich trage Verantwortung für meinen Besitz und bin mir was den Unterhalt anbelangt im klaren darüber wie ich mit meinem Besitz umzugehen habe. Ökonomisches Handeln ist für mich eine Selbstverständlichkeit, da ich mich ja noch Jahre an meinem Besitz erfreuen möchte und meinen Besitzstand wahren möchte.
      Dem gegenüber sehen wir den „öffentlichen“ Besitz, für dessen Schaffung einzelne bestohlen werden mussten und für dessen Unterhalt die bestohlenen auch noch erpresst werden.
      Beispiel;
      Ich befinde mich in einer Gemeinschaft von 10 Leuten welche das Eigentumsrecht achtet. Ich bin der einzige Besitzer eines Autos, alle anderen sind zu Fuss unterwegs. Angenommen ein anderer möchte, dass ich ihm mein Auto zum Gebrauch überlasse. Insofern ich von dieser Person weiss das sie mein Eigentum pfleglich behandelt und mir, sollte mein Auto während des Gebrauchs schaden nehmen, den Schaden vollumfänglich bezahlt, so würde ich nicht Nein sagen. Ich würde ihm mein Auto gegen eine Tankfüllung überlassen, weil ich erstens ein Sozialer Mensch (kein Sozialist) bin und zweitens die Hoffnung hege, dass sollte ich etwas von meinem Gegenüber benötigen, dieser mir die pflegliche Nutzung an seinem Eigentum ebenfalls zugesteht. In dieser Situation sind jedem seine Rechte und Pflichten bewusst, man hat eine Form eines mündlichen Vertrages (kommt von „sich vertragen“).
      Gehen wir nun davon aus einer dieser 10 möchte gerne mein Auto benutzen, aber da ich von demjenigen weiss das er mein Eigentum nicht pfleglich behandelt, möchte ich ihm dieses nicht anvertrauen. Er wird mit anderen reden und diesen sagen: „Jener darf das Auto benutzen und ich nicht, dies ist ungerecht, wir wollen in unserer Gemeinschaft abstimmen ob alle dieses Auto (gegen mein Einverständnis) benutzen dürfen!“ Danach werden in der Gruppe die Regeln für das Abstimmen festgelegt. Leute unter 18 dürfen nicht abstimmen, man darf sich der Stimme enthalten und bei der Abstimmung zählt die Mehrzahl der Stimmen. Da ich grundsätzlich gegen diese Form des Handelns innerhalb einer Gruppe bin werde ich schon am Anfang ein klares Nein gegenüber dem ganzen Prozedere zum Ausdruck bringen. Da aber die Gemeinschaft aus 10 Leuten besteht, in welcher 2 der Idee des Sozialismus nicht abgeneigt sind (Raub an anderen) und von den 10 Leuten 2 Kinder und 1 Jugendlicher unter 18 sind, werden im Endeffekt 7 Leute zur Abstimmung zugelassen. Von diesen 7 interessieren sich 3 nicht für diese Abstimmung, da es in diesem Fall ihre Eigentumsrechte (noch nicht) betrifft. Von den 4 welche zur Abstimmung zugelassen werden bin ich einer und Boykottiere dieses ganze Theater, da mir dieser Zirkus nicht als gerecht bzw. rechtens erscheint und ich diese Form der Gewalt mit der Abgabe meiner Stimme (mein Einverständnis zu diesem Vorgehen) nicht noch Legitimieren möchte. Im Endeffekt legen 3 Leute ihren Stimmzettel in eine Schale, von diesen 3 entscheiden sich 2, dass es angebracht wäre mein Auto der „Mehrheit“ ohne meine Einwilligung zur Verfügung zu stellen. Da ich nicht einsehen kann wer Ja und Nein gestimmt hat, kann ich nur mit Sicherheit davon ausgehen das der Initiant dieses grotesken Schauspiels mit Ja gestimmt hat, bei den beiden anderen bin ich alles andere als sicher. Eine Missliche Lage, da einer mir tatsächlich Verbunden ist und der andere mir lediglich Freundschaft heuchelt. Jetzt wird der Initiator seine „Rechte“ einfordern wollen da ja die Abstimmung seinen Anspruch auf meinen Besitz legitimiert hat. Ich werde natürlich den Teufel tun und ihm sagen er könne sich seinen Anspruch dahin stecken wo die Sonne niemals scheint. Insofern ich die anderen davon überzeugen kann, dass Raub in keiner weise legitimer wird wenn man darüber abstimmt und diese mit meiner Argumentation einverstanden sind, würde bis auf einen Vertrauensverlust meinerseits gegenüber jenen welche Abgestimmt haben, keine weiteren Irritationen der Gemeinschaft resultieren.
      Sollte jedoch die Gruppe den Entscheid plötzlich als „rechtens“ akzeptieren würde sie Gewalt anwenden müssen um ihren Anspruch mir gegenüber durchsetzen zu können. In dieser Situation gibt es für mich keinen Ausweg, ich müsste mich mit der Gewalt abfinden. Dieses Vorgehen führt zu einer Unsicherheit nicht nur bei mir, da es irgendwann jedem bewusst wird das sein Eigentum plötzlich nicht mehr sein Eigentum ist. Mistrauen und Neid sind die Folgen dieses Prozesses. Das Recht ist jenes des „Stärkeren“ und tritt an die Stelle der Gerechtigkeit. Ich habe nun vier mögliche Optionen mich diesem Dilemma zu stellen:

      Die erste ist es mit Gewalt auf diese Ungerechtigkeit zu reagieren und im Affekt denjenigen zu verletzen oder gar zu töten welcher meine Eigentumsrechte in Abrede stellt. (Revolutionär)

      Die zweite Möglichkeit ist mich in den Prozess der Enteignung zu integrieren und mir eine Position zu schaffen in welcher ich mittels rhetorischem Geschick und subtiler Verbreitung von Angst vor Verlusten die Mehrheit der Gruppe an meine persönlichen Interessen binden kann. (Politiker)

      Die dritte und derzeit wohl auch beliebteste Variante ist zu resignieren und mich in Agonie und Selbstmitleid der Gewalt zu fügen welche auf mich ausgeübt wird. (Wähler, Bürger, Mensch)

      Die vierte und momentan am wenigsten beachtete Variante ist es mittels Überzeugung für eine andere Form der Menschlichen Zusammenseins einzutreten und das Mittel der Gewalt zur Durchsetzung von Raub und nicht zuletzt Mord als nicht legitim zu betrachten. Die Prozesse und Strukturen welche diese Gräueltaten ermöglichen zu Boykottieren, sich dem System nicht aber den Menschen (Geiseln), sofern möglich, zu verweigern. Wissen das Eigentum ohne (Eigen)Verantwortung nicht möglich ist und fremdes Eigentum zu achten und zu respektieren. (Voluntarismus)

      Die unsicheren Verhältnisse unserer Tage resultieren meiner Meinung nach aus den unsicheren Eigentumsverhältnissen, welche zu Verantwortungslosigkeit und Opportunismus führen. Das vorherrschende System (Parlamentarische Demokratie) nutzt die Gier und Ängste der Menschen um sich zum Vorteil von einigen Wenigen deren Eigentum (Arbeitskraft, Besitz, Realkapital und Lebenskraft) anzueignen. Unten wird Oben, Gerechtigkeit wird Unrecht, Freiheit wird Sklaverei, Schenken wird Raub und Handel wird Korruption. Sollte man sich partout nicht dieser Umkehr aller Werte beugen wollen, diese Perversion einer Menschlichen Gesellschaft nicht als legitim betrachten, bekommt man augenblicklich eins mit der Moralkeule übergebraten. „Du könntest ja abstimmen gehen, du hast es in der Hand. Wieso übernimmst du (mittels Abgabe deiner Stimme) keine Verantwortung für unsere Demokratie und für deine Mitmenschen?“
      Was sagte schon Oscar Wilde schon so schön über Moral:
      Moral ist einfach die Haltung, die wir gegen Leute einnehmen, von denen wir persönlich nicht erbaut sind.

      • Peter sagt:

        Hallo Kawaphil!

        Danke für Deine Antwort, die m.E. eine klare Kritik an den Konzepten des Gemeinschaftseigentums, der Demokratie, sowie weiter gefasst des Kollektivismus darstellt! Einverstanden!

        Drei Punkte möchte ich ergänzen:
        1) Besitz ist nicht gleich „Eigentum“: Während Besitz eine Tatsache darstellt (direkte Verfügungsgewalt über eine Sache) stellt „Eigentum“ eine Bündel an Rechten dar, das jemandem (in den meisten Gesellschaften kollektiv mittels „Gesetzen“ oder „gesellschaftlichen Werten“) zugestanden wird. Ich lehne ein kollektivistisch zugestandenes „Eigentum“ ab, da es erschwert, dass jeder Mensch selbst einem anderen das „Eigentum“ an einer Sache zugesteht oder eben nicht zugesteht, trotz einer ggf. andersartigen Auffassung der Mehrheit. Ich entscheide selbst, was ich vom Verhalten von Wemauchimmer halte und wie ich darauf reagiere. Und das erhoffe ich mir auch von jedem anderen Menschen.

        2) Der Hauptpunkt meines Kommentars war jedoch die Anwendung des im Video dargestellten Mechanismus‘ (Einführen einer allgemeinen Regel und Schaffung einer umbenannten Ausnahme) auf die einzelne im Video gemachte Aussage. Wenn man allgemein „Eigentumsrechte“ als eine Erfindung von brillanten „Dieben“ zur Vereinfachung der eigenen Bereicherung darstellt, hat man es schwer, für Privateigentum zu argumentieren, ohne dass dies als die offensichtliche Ausnahme der Regel (mit einem anderen Namen) offensichtlich wird.

        3) Daher konnte ich mir den evtl. etwas zu subtilen Hinweis auf Proudhon nicht verkneifen, der eine m.E. gründliche Argumentation gegen das „Eigentum“ geführt hat, die nicht auf einer solchen Ausnahme von der Regel basiert. (Eine deutsche Übersetzung von „Was ist das Eigentum“ (1840) findet sich hier: http://static.twoday.net/sentenzen/files/proudhon.htm ; den Beginn der ausführlichen Argumentation zum Eigentum findet man über die dortige Suche von „Ist das Eigentum gerecht?“ mittel Strg+F). Auch wenn Proudhon von manchen Volunaristen und Anarcho-Kapitalisten gelegentlich abwertend als Sozialist oder (fälschlicherweise) gar als Kommunist bezeichnet wird, kann ich auch diesen die vorurteilsfreie jedoch kritische Lektüre dieser Argumentation empfehlen.

        Grüsse,
        Peter

        • michael sagt:

          hi peter

          die wichtige variable ist hierbei die ausnahme der regel und nicht die regel.
          die ausnahme stellt einen mechanismus zur ungerechtfertigten bereicherung dar.
          gerechtfertigte bereicherung (also freiwilliger/friedlicher handel) ist völlig ok.

          • Peter sagt:

            Hallo Michael!

            Danke für‘ s Mitteilen Deiner Ansicht, was die Ausnahme und was die Regel ist, sowie was Du für ok hältst und was nicht!

            Mache ich auch so 😉

            Grüsse,
            Peter

          • Kawaphil sagt:

            Hallo Peter

            Erst mal danke für Deine Antwort. Ich bin in dem Sinne nicht mit der Denkweise von Proudhon einverstanden, da er (Privat-)Eigentum lediglich von der Warte der daraus resultierenden Privilegien ausgehend betrachtet, was mir als eine sehr einseitige Sichtweise erscheint. Für mich ist Privateigentum bzw. das Eigentum an den Produktionsmitteln das Kernelement einer jeden Arbeitsteiligen Gesellschaft. Privateigentum verpflichtet, ob ich eine Maschine besitze mit welcher ich mein täglich Brot verdiene oder Hausbesitzer bin ist einerlei. Wenn ich mein Eigentum nicht entsprechend pflege mag mein Profit sich kurzfristig positiv entwickeln da entsprechende Einsparungen bei der Wartung und dem Unterhalt sich positiv auf meinen Gewinn auswirken, langfristig wird mein Verlust jedoch um einiges grösser sein. Die kurzfristige Ökonomische Denkweise ist kein Kind des Kapitalismus, sondern eine Wirkung der inflationäre Geldschöpfung durch die Geschäftsbanken welche im Rahmen einer staatlichen Währung dem Willen der Regierungen entsprechen. Fiat Money, bzw. das fractional Banking sind die Ursache all jener Crashs und Booms welche unsere Gesellschaft erschüttern. Jenen welchen besitzen, (ungeachtet der Tatsache ob sie durch eigene Tatkraft, Einsatz und Risiko oder durch Nutzniessung des Systems mittels Umverteilung zu Vermögen gelangt sind) unisono die Schuld an diesen Verwerfungen zu geben erscheint mir doch sehr Naiv um nicht zu sagen Brandgefährlich. Volkes Zorn vermag nicht zwischen jenen die umverteilen und jenen die Nutzen bringen zu unterscheiden.

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