Endlich ist es soweit, nach einer kleinen Übersetzungspause ist jetzt endlich der dritte Teil der Praxgirl-Serie fertig geworden. Wir haben versucht, die Übersetzung auch inhaltlich etwas “deutscher” zu halten. In den ersten beiden Teilen haben wir etwas wörtlicher übersetzt und glauben, dass es so sinnvoller ist.

In dieser Episode geht es um die Verschiedenen Arten des Handelns. Die These ist, dass Handlungen zielgerichtet sind. Diese Annahme ist das Grundaxiom, auf dem die ganze Praxeologie aufbaut. Mal sehen, wie Praxgirl das argumentiert.

 

Hallo Leute, hier ist Praxgirl!

In der letzten Episode habe ich die Methode erklärt, nach der Praxeologie das menschliche Handeln untersucht.
Ich habe das Konzept der Axiome vorgestellt und die fundamentale Tatsache, auf der die Wissenschaft der Praxeologie beruht.
In dieser Einheit möchte ich erklären, was Praxeologie als zielgerichtetes Verhalten definiert, um es von den anderen Arten des menschlichen Verhaltens zu unterscheiden, die fehlerhafter Weise in einer Kritik gegenüber der Praxeologie enthalten sein könnten.
Das Handlungs-Axiom, das menschliche Handeln ist zielgerichtet und beschreibt das bewusste Streben nach Zielen. Es beschreibt, dass ein klarer Unterschied zu unbewussten Handlungen besteht, wie bei einem unfreiwilligen Reflex.
Wenn ein Doktor knapp unter mein Knie schlägt, und mein Bein krampft, ist das unbewusstes Handeln und befindet sich außerhalb des Bereiches, den Praxeologie untersucht.
Reflexe oder Situationen, die außerhalb der menschlichen Kontrolle sind, wie eine Krankheit oder die Elemente der Natur, sind außerhalb unseres Einflusses. Trotzdem müssen wir sie berücksichtigen, wenn wir handeln.
Es gibt Situationen, in denen der Mensch nur durch die Kraft seines Willens erfolgreich ist und eine Krankheit überwindet oder genetische oder körperliche Mängel kompensiert. Oder er kann sich selbst trainieren, dass er Reflexe unterdrückt.
Soweit das möglich ist, ist es eine zielgerichtete Handlung.

Praxeologie untersucht Handlungen und nicht die psychologischen Geschehnisse, die zu den Handlungen führen. Das unterscheidet Praxeologie klar von Psychologie. Psychologie untersucht die bewussten und unbewussten Faktoren, die Handlungen hervorrufen. Die Praxeologie beschäftigt sich mit der Handlung selbst und hat deshalb nichts mit den zugrundeliegenden Motiven zu tun, wie die Psychologie.
Deshalb sind die Begriffe„Unbewusst“, der in der Praxeologie benutzt wird und „Unterbewusst“ wie ihn die Psychologie benutzt, klar voneinander zu unterscheiden, da sie zu zwei völlig unterschiedlichen Denk- und Forschungsmethoden gehören.
Wenn Praxeologie den Begriff „menschliches Handeln“ verwendet, ist damit nicht nur gemeint, Präferenzen zu haben, sondern diese durch Handlungen zu zeigen.
Es gibt Situationen, in denen der Mensch seine Präferenzen für Dinge zeigen kann, die unvermeidbar sind, wie das Wetter.
Zum Beispiel könnte John Sonnenschein gegenüber einem regnerischen Tag bevorzugen, obwohl sich das Wetter außerhalb seiner Kontrolle befindet.
Der Handelnde Mensch wählt, legt fest und versucht, ein Ziel zu erreichen.
Wenn es zwei Dinge gibt, die der Mensch nicht zur selben Zeit haben kann, muss er eine Sache aufgeben und sich für die andere entscheiden. Deshalb beinhaltet Handeln auch immer „Nehmen“ und „Zurückweisen“.
Zum Schluss möchte ich noch erklären, dass Praxeologie nicht zwischen aktivem und passivem Handeln unterscheidet.
Es gibt keinen Unterschied zwischen einem Koch, der jeden Tag zur Arbeit geht und einem arbeitslosen Collegeabsolventen, der sich entscheidet, zu Hause zu bleiben, anstatt sich eine Arbeit zu suchen.
Wenn Du die Möglichkeit hast, die Zukunft zu verändern, spielt es keine Rolle, ob du etwas tust oder nicht. Es ist immer noch eine Handlung.
Menschliches Handeln ist zielgerichtetes Verhalten.
Das ist etwas, dass wir alle verstehen können und das ist es, was den Menschen von allem anderen unterscheidet.
Das ist es, was Praxeologie untersucht.
Ich sehe euch in der nächsten Episode.

 

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