Vergeßt mir das Glück nicht!

On 17. November 2011, in Gesellschaft und Politik, by FreiwilligFrei

Ich habe in manchen Kommentaren ein Gefühl der Angst wahrgenommen, die sich darauf bezieht, was die Regierenden oder die Mächtigen noch mit uns vorhaben.

Angst kann dazu führen, dass man aus seiner Trägheit gerissen wird und eine drohende Gefahr abwendet. Angst kann aber auch dazu führen, dass man es versäumt, sein Leben zu genießen. Die Frage, die den Unterschied macht, ist, ob die Angst berechtigt ist oder ob sie übertrieben ist.

Ich möchte hier meine Wahrnehmung der Bedrohungslage darlegen, ohne Anspruch auf Wahrheit, denn wer kennt schon die Zukunft?

Ich sehe den Staat als eine Möglichkeit der herrschenden Klasse, sich zu bereichern. Dabei geht es in erster Linie um Geld und Macht. Die herrschende Klasse macht sich die Staatsgewalt zu nutze, um etwas zu bekommen, ohne es sich durch ehrliche Arbeit zu verdienen. Deswegen müssen wir Steuern zahlen; deswegen werden wir gezwungen, unsere Kinder in die Schule zu schicken, damit sie sich dort an Langeweile, Lustlosigkeit, Konformität und Gehorsam gewöhnen.

Ich glaube, dass wir Bevölkerung dazu gebraucht werden, um konformistische, gehorsame und zufriedene Rädchen im wirtschaftlichen Getriebe zu sein. Wenn wir meinen, wir würden das alles freiwillig tun, sind wir am produktivsten, und so läßt sich der größte Nutzen aus uns ziehen.

Die Mächtigen – so sehe ich es zumindest im Moment – brauchen mich, uns, und sie brauchen es, dass wir nichts von der stillen Ausbeutung merken.

Wenn man dieses System, diese Matrix aber durchschaut, kann man sich in ihr ganz gut arrangieren und durch ihre Maschen schlüpfen. Ja, sie kriegen meine Steuern, und ich halte mich an ihre Regeln, aber dazwischen und davor und danach sehe ich zu, dass ich das tue, was mich glücklich macht.

Das Schlimmste wäre, wenn sie zusätzlich zu dem Geld, das sie mir abnehmen, und zusätzlich zu den Umständen, die sie mir durch ihre Regeln machen, auch noch meine gute Laune bekämen.

Ich sehe es so: Gegen die Macht des Staates kann man kurzfristig gar nichts machen. Also scheint mir das einzig verbleibende sinnvolle Ziel zu sein, dass man ein glückliches Leben führt, das heißt, dass man die Verhältnisse und Umstände, auf die man tatsächlich Einfluß hat, so gestaltet, dass sie einem gut tun.

Nicht, dass ich missverstanden werde: Ein glückliches Leben heißt für mich nicht, dass man unvorsichtig, uninteressiert oder weniger wachsam wird. Die Mächtigen denken sich immer neue Schachzüge aus, mit denen sie ihre Macht absichern und festigen wollen, die Matrix verändert sich ständig. Man sollte sie schon im Auge behalten. Aber das sollte nicht dazu führen, dass man sich nur noch damit beschäftigt oder sich davon die Stimmung verderben läßt.

Welche Umstände habe ich so gestaltet, dass sie mich glücklich machen?

– Ich führe eine glückliche Ehe mit einer wunderbaren Frau, die ich liebe und achte.
– Ich habe eine gute Beziehung zu meinen Kinder, habe mit ihnen Spaß und unterstütze sie nach Kräften.
– Ich habe Freunde, mit denen mich viel verbindet, mit denen ich ehrlich und offen sein kann, und auf die ich mich verlassen kann.
– Ich habe in unzähligen Therapiestunden meine Kindheit und Vergangenheit, meine Traumatisierungen und deren
Auswirkungen verstanden und habe vieles davon hinter mir gelassen. Ich fühle mich dadurch viel freier von altem Ballast.
– Ich habe eine sinnvollen Beruf, den ich liebe, indem ich als Psychotherapeut von Gewalt betroffenen Menschen helfe. Ich werde dort wirklich gebraucht.
-Ich lebe gesund, was Ernährung und Bewegung angeht.
– Ich kenne mich mit wirtschaftlichen Fragen genug aus, dass ich mein Vermögen schützen und vermehren kann.
– Ich gehe meiner Leidenschaft nach, meine philosophischen und psychologischen Einsichten weiterzugeben, wie zum Beispiel in diesem kleinen Artikel.

 

7 Responses to Vergeßt mir das Glück nicht!

  1. Al sagt:

    Hallo Heiko,

    schöner Artikel ist es auch geworden! Ich kenne dich durch deine YT-Videos. Ich würde gerne mehr von deine „Kindheitsbewältigung“ lesen oder hören.

    LG

  2. Nobody sagt:

    Hallo.

    „Ich kenne mich mit wirtschaftlichen Fragen genug aus, dass ich mein Vermögen schützen und vermehren kann.“
    Wozu gehst Du dann noch arbeiten?

  3. primavera sagt:

    @ heikophilo

    und wer von uns „Glücklichen“ geht nun los, um die Welt zu retten?

  4. Wirklich schön geschrieben!

    Das geht in die Richtung des positiven Denkens/sehens, ohne dabei diesen zwanghaften Alltagsoptimismus haben zu müssen.

    Mir scheint, als ob unserer Generation, das „du musst positive Denken“ regelrecht eingebrannt wurde.
    Das nimmt meiner Ansicht nach, zwanghafte Züge an.

    Wenn etwas schlecht ist, ist es im ersten Moment zwar negativ, aber es regt einen auch an die Dinge in die Hand zu nehmen und zu verändern, was dann wiederum sehr positiv ist.

    „-Ich lebe gesund, was Ernährung und Bewegung angeht.“

    So glauben wir es jedenfalls. Doch was, wenn gewisse Dinge doch nicht so gesund sind, wir können nur Thesen aufstellen, was, welche Auswirkungen hat.

    Die Industrie scheint dies erkannt zu haben und propagiert Thesen als Fakt.

    Ich denke im Moment an Fluorid in der Zahnpasta, im Trinkwasser(Australien) usw.

    Sie scheinen zu wissen, das Fluorid eine manipulierende Wirkung oder eine willensbrechende Wirkung auf uns hat und stellen es so dar als ob es dennoch super gesund sei und uns nur Vorteile bringt.

    Glutamate und die ganzen anderen Seuchen in unserem Essen, braucht man ja nicht mehr erwähnen.
    Aber die genmanipulierten Pflanzen, welche wohl enorme Auswirkungen haben, können wir in unserer Nahrung schon garnicht mehr kontrollieren.

    Ich denke du meinst mit gesunder Ernährung, Vollkornprodukte usw. aus dem Bioladen oder dem Reformhaus usw.
    Auch hier kann man es nur vermuten, wenngleich ich diese Produkte trotzdem esse, weil ich an deren positiven Nutzen glaube.

    Aber die versteckten Gifte sind überall, so können wir nur vermuten, das wir gesund leben, aber vielleicht macht nur ein Stoff schon wieder alles zunichte.

    ______________________

    „- Ich kenne mich mit wirtschaftlichen Fragen genug aus, dass ich mein Vermögen schützen und vermehren kann.“

    Ein Trugschluss, denke ich! Warum? Das System basiert auf Schuldgeld. Wenn dieses System nun irgendwann mal komplett zusammenbrechen würde, bringt dir angelegtes Geld nichts, genauso wenig wie Gold und andere Güter. Wenn essen knapp wird, wird keiner sein letztes Brot für Gold oder ähnliche Dinge hergeben.

    Der Schutz ist ein starker Trugschluss, um meiner Ansicht nach sein gewissen zu beruhigen.

    Wenn du nun Land besitzt, eine schicke Hütte hast und sonst welche festen Güter hast, dann bringt dir es nichts, wenn das System zusammenbricht.
    Auch wenn, unsere mögliche nicht Regierung (BRD Finanzagentur GmbH) nun endlich mal sagt, was Sache ist, kann dich dies nicht Schützen, denn dann bist du höchstwahrscheinlich nicht mehr Eigner dieses Grundstückes.Denn ein Land das es nicht gibt, kann dir auch kein Land verkaufen. Wäre mal schön zu erfahren, was damit nun ist.
    Auch sollte man sich fragen, warum eine Volksbefragung in diesem Ausmaße stattfindet, alle Hauseigentümer, sollten kontrolliert werden, die Daten der ALG2 Bezieher wurden angeblich automatisch erhoben…

    Sie wollen ja augenscheinlich die neue Weltordnung durchsetzen und uns bzw. unsere Staatsvertreter über eine Verfassung entscheiden lassen. Das müssen sie uns ja irgendwie beibringen.

    Hier mal eine Auflistung, die ich gefunden habe und gepostet habe zu den Bereinigungsgesetzen usw.:
    http://wir-sind-das-volk.blog.de/2011/11/11/feststellung-offenkundiger-tatsachen-brd-namen-handelnden-betreffend-12149210/

    BRD GmbH – Siegmar Gabriel-Wir haben keine Bundesregierung !!!
    youtube.com/watch?v=-SjJBRlq4z8

    Die neue Weltordnung (Kirchentag) – Merkel und co.
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=-wLgRF8z7DQ

    Das Problem ist, das sie es hinter unserem Rücken machen, sie haben ihre eigenen Pläne!
    Sie können uns nun etwas von den Vereinigten Staaten von Europa aufschwatzen und unterschreiben hinterrücks dann eine überstaatliche Verfassung. Das ist sehr gefährlich für unser souverän bzw. von dem Schein, was davon noch übrig geblieben ist.

    Gibt es eines Tages die Vereinigten Staaten von Europa? Berliner Runde
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=xawhwf9JB7g

    Schön, wie einig sich die Parteien sind, oder verdächtig?!

    Traurig, das 1984 wahr ist/wird…

    Wir leben in einer propagierten Scheinwelt, und hinterher kriegen wir das böse Erwachen. Alle schauen auf die blöde TV-Glotze und lassen sich bereitwillige voll propagieren.
    Um solch eine Verfassung durchzusetzen, müssen sie sich meiner Ansicht nach nur sicher sein, wie weit die Bürger sind und das diese keinen großen Aufstand anzetteln und die Lüge nicht durchschauen. Die „Dönermorde“ sind dabei auch ein spezial Phänomen. Scheinheilige Debatten, und gleizeitig wird die Nato zur Speerspitz einer solch Menschenverachtenden Gesinnung. Aber immer schön die moralische Keule schwingen, wenngleich sie die selben Ziele vertreten und der Bürger nur Spielball ist.

    Wir werden sehen! Sehen wir es positiv! 😉 Es wird sich bald bestimmt etwas entscheiden. Nutzen wir es um zu zeigen, das wir das Volk sind!

  5. shantejo sagt:

    Ein interressanter Artikel, meiner Meinung nach steckt auch viel wahres dahinter. Man sollte sich nicht von den Umständen herunterziehen oder gar zu unmoralischem Handeln, spricht Gewalt, hinreisen lassen.

    Dennoch kann ich erst entgültig glücklich sein, wenn ich frei bin.Man sollte den Widerstand keinesfalls vergessen, den gewaltfreien wohlbemerkt.Wäre ich alt genug im das zu müssen würde ich mich weigern Steuern zu zahlen oder mich an Regeln zu halten, die ich nicht respektiere, wobei ich letzteres ohnehin schon mache.

    Von Kaffe trinken und Schwätzchen halten wird diese Welt niemals frei, geschweige denn gerecht, werden.Wir müssen aktiv Leute zum Denken anregen und sie aus dem Fesseln der Matrix befreien und passiv Widerstand gegen diese Besatzungsstrukturen in Form der Regierungen des Geldsystemes leisten.Das ist meine Meinung dazu.

    Grüße

  6. primavera sagt:

    Wäre es nicht viel schöner, wir bräuchten alle keine Therapeuten mehr?

    Therapeuten haben die Wunden zu schließen, die Erwachsenen den Kindern zugefügt haben, sie haben Symptome zu behandeln ohne an der Ursache etwas ändern zu können.

    Macht eine solche Arbeit wirklich glücklich?

    • FwF-sandman sagt:

      Das wäre ein Traum. Alles steht und fällt mit dem Umgang mit Kindern. Ich könnte mir vorstellen, dass es schwer für einen Therapeuten ist, dieses Leid zu erleben. Jeden Tag. Andererseits kann man sein Mögliches tun um es zu lindern. Ich glaube, das macht glücklich.

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